Stressfraktur des Rückens eines Kindes

Rückenbeschwerden bei Kindern und Jugendlichen: Stressfraktur und Stressosteopathie

Rückenschmerzen bei Kindern und Jugendlichen im Wachstum sollten stets ernst genommen werden. Besonders bei jungen Sportlern, die leistungsorientiert arbeiten, können Rückenschmerzen mitunter durch eine Überlastung des hinteren Wirbelbogens verursacht werden.

Diese Verletzung lässt sich in zwei Stadien unterteilen: Stressosteopathie (Spannungszustand der Knochenvorstufe) und der tatsächliche bis hin zu Spannungsbrüchen (Spondylolyse).

Was ist Stressosteopathie und was ist eine Stressfraktur?

  • Stressosteopathie: Dies ist eine Vorstufe eines Knochenbruchs. Der Knochen ist überlastet und es kommt zu Schwellungen, aber die eigentliche Bruchlinie hat sich noch nicht gebildet. In diesem Stadium heilt die Verletzung in der Regel schnell durch Ruhe.

  • Stressfraktur (Spondylolyse): Wird die Belastung trotz der Symptome fortgesetzt, kann es zu einem Bruch des hinteren Wirbelbogens kommen. Bei Kindern und Jugendlichen befindet sich der hintere Wirbelbogen noch im Wachstum und ist daher empfindlicher gegenüber mechanischer Belastung.

Gefährliche Arten?

Die Verletzung tritt typischerweise bei Sportarten auf, die mit wiederholter Belastung des Rückens einhergehen. starke Rückwärtsbeugung (Streckung) und Drehungen. Zu diesen Arten gehören beispielsweise:

  • Gymnastik und Eiskunstlauf

  • Leichtathletik (z. B. Speerwurf, Hochsprung)

  • Ballsportarten (z.B. Fußball, Unihockey, Tennis)

Identifizieren Sie die Symptome

Ein typischer Patient ist ein jugendlicher Sportler, der sich mit folgenden Symptomen vorstellt:

  • Lokalisierte Rückenschmerzen: Der Schmerz wird im unteren Rückenbereich empfunden, oft nur auf einer Seite.

  • Schmerzen bei Belastung: Die Schmerzen werden besonders beim Zurückbeugen des Rückens hervorgerufen, können aber auch eher unbestimmt sein.

  • Die Wirkung von Ruhe: Die Schmerzen lassen durch Ruhe nach, kehren aber zurück, sobald man wieder Sport treibt. Manchmal können die Schmerzen auch recht konstant sein.

Diagnostik – Wie wird die Verletzung diagnostiziert?

Rückenverspannungen bei Kindern sind mit herkömmlichen Röntgenaufnahmen schwer zu diagnostizieren, da eine Osteopathie im Frühstadium auf diesen nicht sichtbar ist.

  • Magnetresonanztomographie (MRT): Es ist die beste Untersuchungsmethode. Sie zeigt Knochenschwellungen (Ödeme) sogar vor dem Auftreten eines Bruchs.

  • Röntgenbild: Es kann zwar einen bereits bestehenden, älteren Bruch aufzeigen, reicht aber nicht aus, um die Ausgangssituation zu diagnostizieren.

Behandlung und Genesung

Der Eckpfeiler der Behandlung ist ausreichende und lange Ruhe durch Sportstress.

  1. Ruhe (2–4 Monate): Das Sportverbot dauert in der Regel einige Monate. Während dieser Zeit sollten Sie Schläge, Sprünge und Drehungen des Rückens vermeiden.

  2. Physiotherapie: Spielt eine entscheidende Rolle. Der Physiotherapeut leitet die Rumpfmuskulatur an und korrigiert Fehlhaltungen oder Verspannungen (z. B. verkürzte Oberschenkelmuskulatur), die die Belastung des unteren Rückens erhöhen.

  3. Allmähliche Rückkehr: Sie können erst dann wieder Sport treiben, wenn Ihr Rücken völlig schmerzfrei ist und Ihr Arzt Ihnen die Erlaubnis dazu gibt.

Artikel über das Gesundheitsdorf

https://www.terveyskyla.fi/lastentalo/lasten-kehitys-ja-erityistarpeet/lasten-ja-nuorten-ortopedia/selkaranka/rasitusosteopatia-spondylolyysi-ja-spondylolisteesi

Duodecims Artikel

https://www.duodecimlehti.fi/duo15199

Orthobullets

https://www.orthobullets.com/spine/2058/pediatric-spondylolysis-and-spondylolisthesis